Jahrzehntelang ranken sich Gerüchte und Geschichten um die desolate Schönheit von Bodmin Moor in Cornwall, England. Erzählungen berichten von einem großen, scheuen Raubtier, das die Landschaft durchstreift – dem Biest von Bodmin. Während einige es als modernen Mythos abtun, fordern die zahlreichen Sichtungen und Angriffe auf Nutztiere eine genauere Betrachtung. Könnte Wahrheit hinter der Legende stecken? Diese Untersuchung taucht ein in die Geschichte des Biestes und untersucht Augenzeugenberichte, offizielle Ermittlungen und das anhaltende Rätsel, das die öffentliche Fantasie weiterhin fesselt.
Contents
Blick vom Fox Tor Blick vom Fox Tor
Der erste gemeldete Angriff auf einen Menschen
Das Biest von Bodmin gelangte im Oktober 1993 nach einem beunruhigenden Vorfall in die nationalen Schlagzeilen. Jane Fuller wurde beim Spaziergang mit ihrem Hund in der Nähe von Cardinham von hinten angegriffen, zu Boden geworfen und kurzzeitig betäubt. Als sie wieder zu Bewusstsein kam, behauptete sie, eine „große, dunkle, katzenartige Kreatur“ mit einem langen, gekräuselten Schwanz gesehen zu haben, die sie aus der Nähe beobachtete. Die Polizei von Devon und Cornwall untersuchte den Tatort und berichtete, dass Fuller sich in einem „schweren Schockzustand“ befand. Die Medien griffen die Geschichte auf, schürten die Ängste der Öffentlichkeit und festigten den Namen „Biest von Bodmin“ im nationalen Bewusstsein.
Zeitungsüberschrift Zeitungsüberschrift zum Biest von Bodmin
Raubtierverhalten und Aussagen von Landwirten
Während der Angriff auf Fuller das Biest in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rückte, hatten lokale Landwirte bereits seit Jahren Todesfälle bei Nutztieren gemeldet, einige davon bereits seit 1983. East Moor wurde zu einem Hotspot für Sichtungen, wobei Landwirte wie Rosemary Rhodes und John Goodenough Schafe verloren und behaupteten, die Kreatur selbst gesehen zu haben. Rhodes nahm sogar nachts seltsame kreischende Geräusche auf, die sie für Puma-Paarungsrufe hielt.
Moorlandschaft Moorlandschaft in Bodmin Moor
Der Puma-Köder und die öffentliche Reaktion
Verwirrt durch die anhaltenden Berichte zog die Polizei Wildtierexperten hinzu. Ein Polizist, PC Peter Keen, behauptete, die Kreatur gesehen zu haben. Angetrieben von der sensationellen Geschichte boten Zeitungen Belohnungen für Fotobeweise an, und eine versuchte sogar, das Biest mit einem eingesperrten weiblichen Puma namens Promise anzulocken. Dieser Plan blieb jedoch ohne Ergebnis. Gerüchte über Bürgerwehren, die das Biest jagten, führten zu Warnungen der Polizei vor unbefugtem Betreten mit Schusswaffen. Im Dezember 1993 filmte Rosemary Rhodes etwas, das sie für das Biest hielt, obwohl das Filmmaterial verschwommen war.
Zeitungsartikel Zeitungsartikel über das Biest von Bodmin
Die offizielle Untersuchung und ihre Folgen
1995 beauftragte die Regierung als Reaktion auf die öffentliche Besorgnis eine offizielle Untersuchung unter der Leitung des Biologen Charlie Wilson. Die Einheimischen standen Wilsons Unparteilichkeit und den begrenzten Ressourcen, die der Untersuchung zugewiesen wurden, jedoch skeptisch gegenüber. Es überrascht nicht, dass der offizielle Bericht zu dem Schluss kam, dass es keine Beweise für Großkatzen auf Bodmin Moor gab. Diese Ablehnung stieß auf Empörung bei denjenigen, die an die Existenz des Biestes glaubten, darunter Landwirte wie Rhodes und der lokale Abgeordnete Paul Tyler.
Das andauernde Rätsel des Biestes
Trotz der offiziellen Leugnung halten die Sichtungen des Biestes von Bodmin an. Es gibt zahlreiche Theorien über die Herkunft der Kreatur, darunter entflohene Pumas aus privaten Zoos und Zirkussen. Während die genaue Natur des Biestes unbekannt bleibt, heizen die zahlreichen Augenzeugenberichte in Verbindung mit ungeklärten Todesfällen bei Nutztieren weiterhin Spekulationen und Intrigen an. Das Biest von Bodmin ist in der lokalen Folklore verwurzelt, ein Beweis für die anhaltende Kraft des Mysteriums und die wilde, ungezähmte Natur von Bodmin Moor.
Landwirt John Goodenough Landwirt John Goodenough, Zeuge im Fall des Biestes von Bodmin
