Dieser Artikel untersucht zwei Gedichte, die als Hommage verfasst wurden und dem Gedenken an den Beat-Poeten und Surrealisten Ted Joans gewidmet sind, sowie indirekt dem legendären Saxophonisten Charlie Parker. Diese Gedichte, verfasst von der Neo-Beat-Poetin Catherine Lee, bieten Einblicke in die lebendige Welt der vom Jazz durchdrungenen Poesie und den bleibenden Einfluss dieser ikonischen Persönlichkeiten.
Contents
Mais Oui Debrief: Eine surrealistische Momentaufnahme
„Mais Oui Debrief“ ist ein kurzes, eindrucksvolles Gedicht, das einen surrealen Moment festhält, der mit Ted Joans geteilt wurde. Die fragmentierte Struktur des Gedichts und die unerwarteten Bilder, die an Joans‘ eigenen surrealistischen Stil erinnern, deuten auf einen gemeinsamen Insider-Witz oder eine flüchtige, bizarre Unterhaltung hin. Die Erwähnung von „Charlie Parker drawers“ stellt sofort eine Verbindung zur Jazzwelt her und nimmt den Fokus des zweiten Gedichts auf Parker vorweg. Die Zeilen über Terroristen, Unterwäsche und Parasailing schaffen eine verstörende, fast traumartige Sequenz, die die spontane und oft absurde Natur der surrealistischen Kunst widerspiegelt.
Bebop Tourists in Bird’s Yard: Eine Pilgerreise zu Parkers Grab
„Bebop Tourists in Bird’s Yard“ erzählt von einer Pilgerreise zum Grab von Charlie Parker in Kansas City. Dieses Gedicht, eine persönliche Erzählung von Lee, zeichnet ein lebendiges Bild einer Gruppe von Jazz-Enthusiasten, die dem verstorbenen Saxophonisten ihren Respekt erweisen. Schon der Titel des Gedichts fängt den Geist der Reise ein – eine Gruppe von ‚Bebop-Touristen‘, die sich in Birds letzte Ruhestätte, seinen ‚yard‘, wagt. Das Gedicht ist reich an Details und erwähnt die Musicians‘ Mutual Foundation, den Lincoln Cemetery und sogar die unerwartete Entdeckung von Blumen, die Sheila Jordan hinterlassen hat. Die Kälte, das Pfeifen des Zuges und der eigene Versuch der Dichterin, auf der Autohupe einen ‚Bass-Ton zu blasen‘, tragen alle zu einem Gefühl der Ehrfurcht und Melancholie bei. Das Bild von Greta, einer Mitsaxophonistin, die auf Parkers Grab liegt, und die Entdeckung der „dark blue with golden frigates, size 44“ drawers sind besonders eindrucksvoll und fügen einen Hauch von Surrealismus hinzu, der Joans‘ Einfluss widerspiegelt.
Der Einfluss von Ted Joans
Catherine Lee erklärt ausdrücklich, dass diese Gedichte als Hommage an ihren Mentor, Ted Joans, geschrieben wurden. Joans, eine herausragende Figur in den Beat- und surrealistischen Bewegungen, war ein enger Freund von Charlie Parker. Lees Gedichte dienen daher als doppelte Hommage, die sowohl ihren Mentor als auch die Jazz-Legende ehren, die ihn inspiriert hat. Die surrealistischen Elemente, die in beiden Gedichten vorhanden sind, insbesondere die unerwarteten Bilder und fragmentierten Erzählungen, spiegeln deutlich Joans‘ Einfluss auf Lees poetischen Stil wider. Die persönlichen Anekdoten und der intime Ton der Gedichte deuten auf eine tiefe Verbindung zwischen Lee und Joans hin und unterstreichen zusätzlich die Bedeutung der Gedichte als Hommage.
Fazit: Ein bleibendes Vermächtnis
Diese beiden Gedichte, obwohl unterschiedlich in Stil und Thematik, sind durch ihre Verbindung zu Ted Joans und der Welt des Jazz vereint. „Mais Oui Debrief“ bietet einen Einblick in die surrealistische Welt, in der sich Joans bewegte, während „Bebop Tourists in Bird’s Yard“ einen berührenden und persönlichen Bericht über eine Pilgerreise zu Charlie Parkers Grab liefert. Beide Gedichte zeigen Lees Können als Dichterin und ihre tiefe Wertschätzung für das künstlerische Erbe von Joans und Parker. Sie dienen als kraftvolle Erinnerung an die bleibende Kraft der Poesie, diejenigen zu feiern und zu würdigen, die uns inspiriert haben.