Dieser Artikel untersucht zwei Gedichte, die als Hommage an den einflussreichen Beat-Dichter und Surrealisten Ted Joans und indirekt an den legendären Jazz-Saxophonisten Charlie Parker geschrieben wurden. Diese Gedichte, verfasst von der Neo-Beat-Dichterin Catherine Lee, gewähren Einblicke in die lebendige Welt des Jazz, der Poesie und der persönlichen Verbindung. Sie dienen als Zeugnis für die anhaltende Kraft der künstlerischen Inspiration und den tiefgreifenden Einfluss, den Mentoren auf ihre Schützlinge haben können.
Contents
Mais Oui Debrief: Ein surrealistischer Schnipsel
„Mais Oui Debrief“ ist ein kurzes, eindrucksvolles Gedicht, das einen surrealen Moment mit Ted Joans festhält. Die Kürze des Gedichts spiegelt die Vergänglichkeit der Erinnerung wider, doch seine Wirkung bleibt bestehen. Das scheinbar unsinnige Bild von Terroristen, die im Flugzeug Unterwäsche verlangen und nackt mit dem Fallschirm davonsegeln, spricht Joans‘ surrealistische Neigung an, seine Vorliebe für das Absurde und seine Fähigkeit, Humor im Unerwarteten zu finden. Dieses kurze Stück, gewidmet „for ted“, ist eine ergreifende Erinnerung an gemeinsame Erlebnisse und die einzigartige Sichtweise, mit der Joans die Welt betrachtete.
Mais Oui Debrief ……………..*(for ted)*
Was it something she said? about the famous Charlie Parker drawers
He — himself a drawer — illustrator, declaimer of conclusions —
commenced to rapping about terrorists on LA flight demanding underwear
then parasailing away leaving bare-assed passengers behind(s) to deplane debriefed
Bebop-Touristen in Birds Hof: Eine Pilgerreise zu Parkers Grab
„Bebop Tourists in Bird’s Yard“ schildert eine Pilgerreise zum Grab von Charlie Parker, eine Reise, die von einer Gruppe von Jazz-Enthusiasten, darunter Lee, unternommen wurde. Dieses Gedicht zeichnet ein lebhaftes Bild ihrer Suche, voller humorvoller Irrtümer und einem spürbaren Gefühl der Ehrfurcht vor dem ikonischen Saxophonisten. Die Kälte, der klagende Schrei der Zugpfeife und der eigene Versuch der Dichterin, auf der Autohupe einen „Basston“ zu erzeugen, tragen alle zur Atmosphäre des feierlichen Respekts bei, gemischt mit spielerischer Kameradschaft. Das Gedicht gipfelt in einer berührenden Hommage, bei der Greta, eine Jazz-Musikerin, auf Parkers Grab liegt und Lee ein Paar von Parkers Saxophon-Koffer-Schubladen entdeckt. Diese scheinbar respektlosen Handlungen sind von tiefer Zuneigung und Bewunderung für den verstorbenen Musiker durchdrungen.
Bebop Tourists In Bird’s Yard …………..*(Women’s Jazz Festival, Kansas City MO, March 27, 1983)*
Saxophonists Greta and Bill got directions from the Musicians’ Mutual Foundation
(the historically black musicians’ union) how to find his grave. Charles Parker Jr.
(August 29, 1920 – March 12, 1955 — christened “Yardbird,” abbreviated “Bird”
as in “Bird Lives!” chalked all over New York City by his bebopper buddies
the day he died). Go to Lincoln Cemetery, off Truman; look for the wall,
right, at the top of the hill.
So Marsha, the pianist, recruited your poet to talk Clark Kent into chauffeuring
and Jan the banker came along for the ride. After driving through Elmwood
Cemetery by mistake and Washington Cemetery (could they have been confused?)
and stopping for directions at a monument works we did finally find it.
Fresh flowers already there: Love, Sheila Jordan.
Greta brought her ax out after a solemn moment and commenced to blow
a bebop head but damn it was cold. We took some pictures, all of us,
and yes Greta did lie down on top of him, saying “He got stepped on
a lot but he survived.” And yes your poet did pose with her hand
inside the famous drawers Bill found: dark blue with golden frigates,
size 44, wrapping the mouthpiece stuffed in the bell of a
saxophone Parker supposedly borrowed for a gig once upon a time.
A train whistle mourned from the valley below. Your poet honked the horn
for the first time flaccidly trying to blow a bass note. It was wicked
cold and lonely up top of that hill, so we know he didn’t mind the visit
by a bunch of looney tourists in bebop country.
Das Erbe von Mentorschaft und musikalischer Inspiration
Diese Gedichte, geschrieben als Hommage an Ted Joans, offenbaren eine tiefe Verbindung zwischen Mentor und Schützling. Sie zeigen auch die verwobene Natur von Jazz und Poesie und demonstrieren, wie Musik Verse inspirieren kann und wie Worte die Essenz einer musikalischen Erfahrung einfangen können. Lees Gedichte sind eine herzliche Hommage an Joans und Parker und würdigen deren jeweilige Beiträge zur künstlerischen Landschaft sowie die bleibende Kraft ihres Einflusses. Diese Ehrungen erinnern uns daran, wie wichtig es ist, diejenigen anzuerkennen, die unsere kreativen Reisen geprägt haben, und welch tiefgreifenden Einfluss sie auf unseren künstlerischen Ausdruck haben.