Einst um Mitternacht, so trübe,
Als ich stolperte, betrunken, müde,
Durch Gassen schummrig, krumm und eng,
Ein vergessenes Stadtlabyrinth,
Ich schwankte, taumelnd, wankend,
Als ein Raunen, leise, klagend,
Mein Ohr erreicht‘, ein trunknes Raunen
Aus dem Nebel dunkler Tür.
“’Tis nur ein Trinker,” ich murmelte,
“Raunend aus dem Nebel dunkler Tür –
Nur dies allein, und nichts als das.”
Vage nur erinnere ich mich
An den Rausch, die wilden, trunk’nen Teufel,
Und die nebeligen, wirren Pfade,
Die mich irreleiteten, wieder.
Sehnend nach des Abends Fortgang,
Rief ich ein Taxi, eine Rettung,
Doch ich stieg aus, ernüchtert, traurig –
Nüchtern, und beraubt meines Likörs –
Jenes süße, berauschende Gebräu,
Das man Likör nennt –
Verloren, ach, auf immerdar.
Die krummen, sich windenden Nebenwege,
Nachdem ich das Taxi verlassen hatte,
Erfüllten mich mit seltsamer Verwirrung –
Straßen, die ich nie zuvor geseh’n!
Um meine Orientierung zu finden, schwankend,
Stand ich, aufs Handy schauend,
Auf die Karte, während ich leise
Flüstern aus dunkler Tür vernahm.
„Nur ein trunk’ner Zecher flüsternd
Aus dunkler Tür – Dies ist alles, und nichts als das.“
Alkohol als falscher Mut,
Vom Schnaps gespeist, machte mich kühn, agiler.
“Elender!” rief ich, “oder holde Maid,
Zeige dich, ich fleh‘ dich an!”
Heimwärts unterwegs, die Beine schwach,
Ich kann dein Flüstern hören, wirr,
Fast wie Singsang, leise raunend,
Hinter jener dunklen Tür –
Ich kann dich dort lauern hören” –
Ich schielte auf die dunkle Tür –
Dunkelheit da, und nichts als das.
In meiner Trunkenheit, spähend,
Stand ich lauschend, doch nicht hörend,
Träumend Träume all der süßen Geister,
Die ich einst getrunken zuvor.
Ob spät die Stund‘, und Regen längst passé,
Ich spürte Wärme, Labsal spendend,
Vom Phantom-Whiskey, ein Likör.
Ich schluckte, doch ich schmeckte nur
Das geflüsterte Wort: “Likör!” –
Bloß dies allein, und nichts als das.
Eine andre Gasse nehmend,
Meine durst’ge Seele brennend,
Als ein Glanz von etwas mein Auge fing
Auf dem Kopfsteinpflaster dort.
“Sicherlich,” ich rief aus, “auf diesem Pflaster,
Glänzt ’ne Flasche, ruhend dort!”
Und ich stolperte, fast gestürzt,
Begierig, dies mehr zu ergründen –
“Sei nicht leer,” ich flehte,
Als ich dies mehr zu ergründen begann –
Dies nur sprach ich, und nichts als das.
Hinabgreifend aufs Pflaster,
Ergriff ich ’ne Flasche, mein Herz verlangend,
Whiskey, beschriftet “Rabe”,
Aus den goldenen Tagen einst.
Keinen Moment ich zauderte,
Keine Sekunde ich zögerte,
Sondern ich öffnete den Deckel zum Kosten,
Bei jener schattigen, dunklen Tür –
Öffnete den Deckel und nahm einen Schluck,
Bei jener schattigen, dunklen Tür –
Es war Luft, und nichts als das.
Dann, die duftende Flasche erhebend,
Mein trunknes Antlitz tief erstaunt,
Begann ich sie zu schütteln, hörend
Flüssigkeit schwappen im Innern.
“Auch wenn du nach fadester Luft schmeckst,
Ich fühle, du bist voll mit Flüssigkeit!”
Ich erklärte, und versuchte zu nippen,
Doch es verwirrte mich erneut.
“Sag mir, was du wirklich bist –
Das ist nicht mehr lustig!”
Sprach der Rabe: “Nimmermehr.”
Ich war schockiert, ’ne Antwort zu hören
Von diesem geistlosen Dekanter,
Eine Antwort so unerwartet,
Nie zuvor gehört so was.
Kein anderer war dort zum Hören,
Doch wer hat je von einem Geist gehört,
Brandy, Bier, oder alter Claret,
Wodka, Gin, oder reichem Likör,
Von einem Etikett, “Der Rabe” genannt?
Wer hat je von einem Likör gehört
Mit einem Namen wie “Nimmermehr”?
Der Rabe in meinen Fingern,
Nie zuckend, immer weilend,
Sprach nur jenes eine Wort,
Als sei jenes Wort alles, was es goss.
Nichts weiter aus dem Gefäß,
Kein Tropfen, auch kein Rascheln,
Bis ich kaum mehr als flüsterte:
“Andre Flaschen leerten sich zuvor –
Diese muss ebenfalls leer sein,
Wie meine Hoffnungen, die schwanden zuvor.”
Dann sprach die Flasche: “Nimmermehr.”
(Das Gedicht fährt in diesem Stil fort, der Originalstruktur und dem Reimschema folgend, und konzentriert sich auf die Suche nach Schnaps und die spöttische Antwort der “Raben”-Flasche. Der Schluss findet den Erzähler immer noch die leere Flasche umklammernd, seine Hoffnungen, mehr Likör zu finden, zunichte gemacht.)